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26.-27.09.2014 / alles Roger in Kambodscha?

DSC_2877Ade Strand-Schnorchel-Bade-Urlaub in Thailand – Kambodscha wir kommen! Unser erstes Ziel: Siem Reap. Nachdem der Flieger gelandet ist, eilten wir schnellen Schrittes in die klimatisierte „Arrival-Hall“. Da saßen sie schon aufgefädelt, 5–7 grimmig dreinschauende Uniformierte und nahmen unsere Pässe und 20 US-Dollar pro Person in Empfang. Rasch füllte sich unser Pass wie ein Sammelalbum mit einigen bunten Stempel und einem großen Sticker und schwuppsdiwups waren wir angekommen!

Daniel war nach erfolgreicher Geldabhebung zum ersten Mal US-Dollar-Besitzer. Da die Khmer (Bewohner Kambodschas) dem eigenen Staat aufgrund der sehr blutigen und turbulenten jüngeren Vergangenheit misstrauisch gegenüber stehen, trauen sie auch der kambodschanischen Währung (Riel) nicht unbedingt. Deshalb ist der US-Dollar das Zahlungsmittel Nummer eins. Der einheimische Riel (mit einem Ein-Dollar-Gegenwert von 4000 Riel) wird nur für Beträge unter einem Dollar und als Trinkgeld verwendet. So hat man schnell mal zwei unterschiedliche Währungen in einem Land in der Tasche irgendwie schräg.

Da wir in ein Entwicklungsland mit „mäßiger“ Sicherheitslage gereist sind, haben wir uns ein feines Hotel mit Pool, Klima und Frühstücksbüffet ausgecheckt. Auch der Pick-up-Service vom Airport klappte und und kaum zu glauben, diesmal hielten die Bilder vom Internet was sie versprachen … in Thailand waren wir uns schon fast sicher, dass wir es in Asien wohl mit der professionellen Fotoretusche- und TripAdvisor-Mafia zu tun haben (hier haben einfache alle irgendwas auf TripAdvisor gewonnen).

Der erste Rundgang durch die Stadt war mehr als positiv: Asphaltierte Straßen, nicht übermäßig viel Müll, viele liebe enge Gasserln mit allerlei schönem handgemachten Kunsthandwerk und Cafés, daneben die günstigeren Basar-Standln mit so ziemlich allem, was es so an „Markenware“ gibt (Calvin Clein, Roleks, Elvis Jeans etc.) und lecker Essensangeboten *hurra jammijammi*. Unsere Gaumen erfreute ein Mix aus Thai-Küche und vielen indischen Speisen, spannende Gewürze, Tofu, Suppen und Saucen *hmm lecker*.

Warum fliegt man nach Siem Reap? An einen Ort im asiatischen Dschungel, mit hoher Luftfeuchtigkeit, ganzjährig tropischem Klima und ohne Strand. Wegen der Tempel in Angkor natürlich. Jährlich besuchen ca. 3.000.000 Touristen (hauptsächlich Chinesen, Vietnamesen und Thais) das UNESCO Weltkulturerbe. Und nun kamen wir drei dazu :-)

Mit Reiseführer, Info-Broschüren und reichlich Wasser top vorbereitet und mit Moskito-Spray bewaffnet, starteten wir Tag 1 der geplanten 3-tägigen Tempel-Ralley. Ja, und was soll ma sagen: Es ist einfach supergeilbeeindruckend, was da in der Epoche von Angkor (802 bis 1431) alles erbaut wurde. WOW Und, was uns nebenbei noch volle getaugt hat: Es war Nebensaison. Sprich sehr wenig Besucher. Wir hatten zwar fast täglich einen kurzen Regenschauer, aber das ist bei dem Klima auch schon wurscht, ob’s von innen raus der Schweiß oder von oben der Regen ist.

Da wir uns bewusst 3 Tage für das ganze Riesenareal Zeit genommen hatten, starteten wir am Tag 1 mit Angkor Thom („der großen Stadt“) und dem darin integrierten Staatstempel Bayon. Tja, und wir waren gleich mal superbegeistert. Schon die Brücken und die Tore zu den Eingängen (alle größenmäßig auf Elefantentransporte ausgelegt) sind eine Sehenswürdigkeit für sich. A Wahnsinn

Nachdem wir die Gesichtertürme ausführlich bestaunt hatten, und sie vielleicht auch uns, cruisten wir mit unserem Tuk-Tuk weiter nach Ta Phrom. Eine Tempelstadt, die nicht renoviert und vom Dschungel befreit, sondern im Originalzustand erhalten wurde. Sprich … der Urwald holt sich hier Zentimeter um Zentimeter von der Zivilisation zurück. Bäume bringen Gebäude zum Einsturz und Pflanzen wuchern hier im und um den Tempel herum – ein Gesamtkunstwerk („teilweise schaut’s a bissal wie a halbfertgies Lego Haus aus“). Wir bestaunten die Riesen-Bäume und die eindrucksvolle Tempelanlage. Tja und schwuppdiwupp war er um, der erste Tag. Um 17:30 Uhr startete völlig durchgeschwitzt unsere Rückreise, da sind’s recht genau die Khmer, „Sunset-Picture“ (wenn möglich) is noch drinn, aber dann müssen die Touris alle raus, aus dem Areal.

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