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23.-26.12.2014 / weihnachtliche Wildlife Action

DSC_7939Was kann es besseres geben als bei Sonnenschein die “Southern Scenic Route” entlang zu düsen und sich auf die Suche nach schönen Stränden und Tieren zu machen. Na eigentlich nichts. Also auf geht’s!

So starteten wir unsere Weihnachtsreise und wurden auch bald belohnt mit einem Leuchtturm, einem super Strand und zwei Seelöwen. Aber die waren so schnell wieder im Wasser, da kommt man ja mit schauen nicht hinterher. Kurzer Zwischenstop Porpoise Bay: viele Camper, keine Seelöwen, schöner Strand, Zeit für Weihnachtsgrüße :-) Nächster Stop am Campingplatz auch in Strandnähe aber leider ohne Seelöwen, dem war hier zu viel Trubel (immer diese Schaulustigen, Foto hier und Foto da) erklärte uns die Platzdame. Also weiter mit suchen.

Am 24. haben wir ihn dann gefunden: den einsamen Strand und wer war auch da … na ein Seelöwe. Juhui der ist ganz schön nahe bei uns vorbei geschwommen und hat in der Bucht seine Runden gedreht. Wir haben mal lieber etwas mehr Abstand gehalten, so ein Seelöwe kann sich auf den ersten 20 Metern doch recht schnell bewegen und im Gegensatz zu seinen Artverwandten, den Robben, sind diese überhaupt nicht scheu. Ganz aufgedreht von dem tierischen Spektakel sind wir weiter gedüst zum Nugget Point. Dort lebt eine Robbenkolonie und einen Leuchtturm gibt’s auch und ganz schön viel Nebel gab’s auch. Also ließen wir den Weihnachtstag am Campingplatz auf der Otago Peninsula ausklingen mit lecker Essen, fruchtigem Cider und Keksen.

Unsere Tiererkundung war aber lange noch nicht vorbei. Wir hatten uns schließlich aus einem bestimmten Grund auf dieser Halbinsel einquartiert: Wildlife deluxe. Und so ging es los zur Albatros Kolonie und was für ein Glück wir hatten, plötzlich tauchte einer auf zwischen all den schnatternden und schreienden Möwen. Wahnsinn wie anmutig es aussieht wenn sich ein Tier mit soooo langen Flügeln (können Flügelspannweiten von über 3,5 Meter erreichen) durch die Luft bewegt. So zog einer also zwei Kreise über unseren Köpfen und verschwand dann mit seinen Kollegen wieder hinterm Berg. Sandfly Bay stand als nächstes am Programm, was für ein Ort, was für ein wunderschöner Strand. Trotz der vielen Touristen, die sich hier rumtummeln, haben es sich ein paar Seelöwen heimelig gemacht und hoppeln übern Strand oder knotzen rum. Wahnsinn!!! Wir stapften zwischen den Tieren durch den Sand zum Pinguin Beobachtungshäuschen. Und was wir von dort zu sehen bekamen: die erste halbe Stunde watschelte eine dreiköpfige Familie auf und ab und weg und dann doch wieder hinein in den eigentlich gesperrten Strandabschnitt. Jajaja manche Menschen weigern sich einfach vehement, Hinweisschilder zu lesen oder Zeichnungen geistig zu erfassen. Pinguine sind nämlich sehr sehr schüchtern und wenn da am Strand zu viel los ist, dann bleiben sie im Wasser und warten und warten und warten, so wie wir oben im Stalking-Häuschen warten und warten und warten. Und dann endlich ist dem Dreiergespannt doch die Lust am Warten und Rumlatschen vergangen und wir warteten also gespannt ob sich jetzt ein Pinguin aus dem Wasser traut. Plötzlich hüpfte wirklich einer raus und machte sich auf den Weg über die Steine zu seinem Nest, um den Nachwuchs zu verköstigen. Naja bei 200 Meter Entfernung sieht so ein Gelbaugenpinguin ziemlich klein aus, aber was für ein Glück – waren auch tiptop ausgestattete asiatische Touristen am Spannen im Häuschen und da borgten wir uns den Gucker und konnten dann einen „genaueren“ Blick auf dieses wirklich süße Tierchen werfen.

Was für ein Weihnachten, das Christkind hat uns wohl beschenkt mit Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen und soooo viel Wildlife. Anders als sonst war es natürlich schon, aber tierischguat ;-)

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